ORTHOPÄDIE

Behandlungsspektrum

DR. MED. PAUL-H. RIDDER

Um eine ganzheitliche Behandlung zu gewährleisten, arbeiten unser Ärzte und Physiotherapeuten interdiziplinär und eng zusammen.
Mein Leistungsspektrum besteht aus folgenden Behandlungsbereichen:

Akupunktur


Die Akupunktur ist lediglich ein Teilgebiet der chinesischen Medizin, die neben Kräuterheilkunde und Ernährungstherapie nach den fünf Elementen auch Atem- und Meditationsmethoden wie Qui Gong und Tai Chi umfasst. Der chinesische Name für Akupunktur lautet Zhen Yiu, was soviel bedeutet wie Nadelerwärmen. Dieser Begriff bezeichnet also die Anwendung von Nadeln in Verbindung mit dem Anwärmen von Akupunkturpunkten, der sog. Moxibustion. Durch die gezielte Reizung von Akupunkturpunkten wird auch die spezifische therapeutische Wirkung erzielt, wobei bislang der wissenschaftliche Beweis immer noch nicht erbracht wurde, wie genau die Akupunktur wirkt. Eine fast 6000jährige empirische Tradition sagt aber über die Effektivität dieser Methode wohl genug aus.




Applied Kinesiology


Als Entdecker der Applied Kinesiology (AK) gilt der Amerikaner George Goodheart, Doctor of Chiropractic.
Er stellte fest, dass sich die Stärke eines manuell getesteten Muskels häufig dramatisch änderte, wenn man als Patient bestimmte Stellen des eigenen Körpers berührte. Die Funktionen dieser Muskeln wurde durch einfache Massage bestimmter Reflexpunkte oder anderer manueller Maßnahmen sofort gebessert und Symptome, die mit der zuvor vorhandenen Muskelschwäche zusammenhängen, verschwanden.
Primär ist die AK eine diagnostische Methode, die über den isometrischen Muskeltest arbeitet, der in seiner Maximalkraft getestet wird. Dies kann auch durch einen Kraftsensor, der zwischen Patient und Therapeut positioniert wird, als Diagramm aufgezeichnet werden.


EIN grundlegendes Prinzip der Applied Kinesiology: Der Challenge
Definition: Man versteht darunter eine diagnostische Provokation des Organismus mit strukturellen, chemischen oder emotionalen Reizen.
Ein Beispiel aus der Manuellen Medizin mag dies verdeutlichen: Beispielsweise werden beckenstabilisierende Muskeln, welche durch eine Beckenverwringung in ihrer Funktion schwach testen, wieder stark, wenn der Patient aus der Beckenverwringung manuell herausgebracht wird. Dies kann z. B. durch die Position spezieller Keile ausgeführt werden, was dem mechanischen Challenge entspricht.
Führt dieser Challenge wieder zu einer Stärkung der vorher schwachen Muskeln, so ist dies eine eindeutige Aussage und der Therapeut weiß, in welche Richtung er therapieren muss.

Welche Indikationen gibt es nun für die AK?
Orthopädie, Neurologie: Wirbelsäulensyndrome, Bandscheibenleiden, Kopfschmerzen, Sportverletzungen
Allgemeinmedizin: Dysbiose-Testung und Therapie, Testung von Nährstoffmangelzuständen, Allergien, entzündliche Erkrankungen
Zahnmedizin/Kieferorthopädie: optimale Anpassung kieferorthopädischer Apparaturen und Aufbissschienen, Herddiagnostik, Testung von Zahnersatzmaterialien




Atlastherapie


Bei der Atlastherapie nach Arlen handelt es sich um einen neuen Therapieansatz in der Behandlung von vegetativen Funktionsstörungen und (neuro)muskulären Dysbalancen. Es ist dies die Auslösung eines wiederholt durchführbaren, sich nicht erschöpfenden Globalreflexes des vegetativen Nervensystems über den Atlasquerfortsatz, über das Nackenrezeptorenfeld, über das Ganglion cervicale superius sowie die unter- und übergeordneten vegetativen Ebenen und über die vielfältigen Erfolgsorgane. Die Auslösung erfolgt durch mehrmalige Perkussion, d.h. Impulsstöße des Atlasquerfortsatzes in eine oder mehreren Richtung/en, die vor der Therapie durch palpatorische Untersuchung und eine spezielle Röntgenuntersuchung des Atlas festzulegen ist. Der Erstbeschreiber Arlen aus Munster in Frankreich war praktischer Arzt und Radiologe.




Craniomandibuläre Dysfunktion


Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) kann eine Vielzahl von Symptomen wie Tinnitus, Schwindel und Kopfschmerzen auslösen.
Zur Behandlung und Erforschung von craniomandibulären Dysfunktionen arbeiten unsere Ärzte und Physiotherapeuten eng mit unseren zahnmedizinischen Partner-Praxen zusammen.

Nach Schätzungen von Carlson, Kopp, Türp und anderen Autoren muss weltweit von einer Prävalenz von ca. 35 % ausgegangen werden. Ein Großteil dieser Patienten kompensiert durch sportliche Betätigungen oder Körperübungen wie Alexander-Technik oder Feldenkrais über Jahre die mit einer CMD verbundenen Probleme. Allerdings erschöpft sich irgendwann dieser Kompensationsmechanismus, und dann stellen sich diese Patienten mit einer Fülle von Symptomen in der Praxis vor, ohne dass der rote Faden, der zur CMD führen könnte, gesehen wird (Carlson 1999, Kopp 1999, Türp 1998).
Zahnärzte diagnostizieren häufig Schmelzdefekte, Schliffspuren und ausgeprägte keilförmige Defekte an den Zähnen. Sie können über die Anamnese erfragen, dass der Patient ein „Knirscher“ ist und verordnen dann eine Knirscherschiene. Wenn jedoch die typischen Beschwerden des Patienten wie z.B. Kopfschmerz, Sehstörungen, Haltungsschäden, Knieschmerzen etc. nicht durch die Schiene behoben werden können, gilt dies häufig als erfolgreiche Ausschlussdiagnostik, sodass die Ursache der Beschwerden in anderen Bereichen gesucht wird. Dies kann zu einer jahrelangen Ärzte-Odyssee führen.

Es sollte stattdessen eine grundsätzlich andere Herangehensweise gewählt werden: Durch eine manualtherapeutische bzw. osteopathische Behandlung verändert sich nicht nur die Körperhaltung, sondern auch die Position des Unterkiefers, sodass sich eine andere Bisslage einstellt. Bei Patienten mit CMD kommt es im Lauf der Jahre zu Dysfunktionen, körperlichen Fehlhaltungen, muskulären Dekompensationen etc., die deswegen zunächst suffizient manualtherapeutisch, orthopädisch, osteopathisch oder auch mit anderen Behandlungsmethoden therapiert werden. Am besten geschieht dies innerhalb einer einzigen Behandlungssitzung. Unmittelbar danach sollte am besten von demselben Arzt eine Bissnahme durchgeführt werden, die oft ein ganz anderes Okklusionsergebnis aufzeigt als vor der Behandlung.




EMG


Die Relaxations- und Kontraktionsfähigkeit der Muskulatur wird mittels bipolarer Oberflächenelektroden sowohl statisch wie auch dynamisch analysiert. Damit können muskuläre Dysbalancen, erhöhter Muskeltonus wie auch Defizite bei der Kontraktion des Muskels erkannt werden. Ruhetonmessung:
1. Anhand von Referenzdaten, die bei gesunden Patienten ermittelt wurden, können hypertone Muskelpartien und weitere Muskeldysbalancen dargestellt werden. 2. Maximale isometrische Kontraktion:
Muskeldysfunktionen und/oder Ansteuerungsdefizite werden im Vergleich rechts/links quantifiziert und automatisch analysiert. 3. Funktioneller Test:
Mit Hilfe von standardisierten Bewegungen können koordinative Defizite beurteilt werden. Das in der Praxis eingesetzte Sinfomed-EMG stellt ein effektives und nebenwirkungsfreies Therapieverfahren für die Patienten zur Verfügung. Durch die zeitgleiche visuelle und akustische Rückmeldung wird der Patient zur Regulation des Muskeltonus angeregt. Dadurch gelingt es dem Patienten eine deutlich bessere Körperwahrnehmung zu kreieren und damit Fehl- und Schonhaltungen zu vermeiden.




Fußdruckmessung


Zunehmend benötigen wir für unseren Bewegungsapparat und unsere Körperstatik eine axiale Aufrichtung durch gute Einlagentechniken, um die gesamte Statik wieder ins Gleichgewicht zu bringen und damit Beschwerden im Bereich des musculoskelettalen Systems zu beseitigen. Die 3D-Ganganalyse stellt eine dynamische Messung für die Fußbeweglichkeit in Bezug auf die Körperachse dar. Diese Methode zeigt Belastungsspitzen am Fuß entweder im Stand oder vor allem in der dynamischen Erfassung beim Laufen. Zusätzlich zur Fußdruckanalyse werden die Füße und die Beine fotografiert, um so eine absolut exakte Versorgung mit Einlagen gewährleisten zu können.




Kieferfunktionsstörung


Craniale Traumata, Okklusionsstörungen und Überbeanspruchungen der Kiefermuskulatur durch Knirschen, Beißen oder Pressen führen zu einer muskulären Dysbalance und damit allmählich zur strukturellen Degeneration bzw. Destruktion im Bereich des Kiefergelenks. Kopfschmerzen, Sehstörungen, HWS-Beschwerden und neuralgische Schmerzen etc. stehen häufig damit in Verbindung. Die Kieferbehandlung beinhaltet die Entlastung des Kausystems, das Erlernen der Entspannungsfähigkeit im Kiefer und craniosacral-therapeutische Maßnahmen. Über manualtherapeutische Weichteil- und Gelenktechniken werden Voraussetzungen für eine optimale Funktion des Kiefergelenks sowie einer entsprechenden Funktionseinheit (Kiefer, Kopf, HWS) geschaffen.




Magnetfeldtherapie


Alle Lebensvorgänge des menschlichen Körpers, insbesondere der Stoffwechsel jeder einzelnen Zelle, werden maßgeblich durch elektromagnetische Felder gesteuert. In einem gesunden Organismus werden auch die natürlichen Reparaturvorgänge zur Regeneration erkrankter Gewebe durch solche körpereigenen Signale gesteuert. Ist jedoch ein Gewebe wie der Gelenkknorpel geschädigt, ist diese Signalgebung häufig gestört. Eine Regeneration ist dann nicht möglich. Die Pulsierende Bio-Signal-Therapie (PBST) versucht nun, diese kranke körpereigene Signalgebung in ihre ursprünglichen, gesunden Bahnen zu lenken. Im Gegensatz zu herkömmlicher Magnetfeldtherapie, wie sie früher verwendet wurde, werden bei der PBST Signale mit einem ganz speziellen biologischen Impulsmuster auf das behandelte Gelenk übermittelt. Hierzu werden wechselnde Impulsstärken, Impulsdauern und Frequenzen verwendet.




Musikermedizin


In der Ausbildung von Musikern spielt der schonende Umgang mit dem Körper und Instrument oft immer noch eine untergeordnete Rolle. Dieser Zustand führt zu einer hohen Anzahl von Musikern mit spielbedingten Beschwerden. Viele Faktoren wie schlechte Haltung, einseitige Bewegungsgewohnheiten, Dysbalancen aus den Erfordernissen des Instrumentes heraus, Stress oder unzulängliche Technik sind an der Krankheitsentstehung beteiligt. Durch eine Spezialisierung in Musikermedizin können solche Mechanismen besser erkannt und eine Optimierung des Spielvorgangs erreicht werden. Neben der Behandlung primärer Ursachen und Symptome spielen die Schulung der Wahrnehmung für potentiell schädigende Faktoren, die Einführung in die Grundlagen der Physiologie und Anatomie und die Optimierung von Haltung und Bewegungsabläufen eine herausragende Rolle.




Neuraltherapie


Bereits um 1900 wurde beschrieben, dass bei lokalanaesthetischen Injektionen mit Procain auch eine entzündungshemmende Wirkung an dieser lokalen Stelle nachgewiesen werden konnte. Eine Weiterentwicklung dieser Injektionen erfolgte dann über die Behandlung der Headschen- und Mackenzie-Zonen, also über die cutiviszeralen Reflexwege. Auf diesem Wege können noch tiefer gelegene Organe über die Haut beeinflusst werden. Eine der wichtigsten Entwicklungen, die Ferdinand Huneke dann im Jahre 1941 machte, war das sogenannte „Sekundenphänomen“, seitdem auch Huneke- Phänomen genannt. Huneke konnte zeigen, das die Neuraltherapie in der Lage ist, neurovegetative Funktionsstörungen und Organerkrankungen über das Nervensystem heilend zu beeinflussen. Dabei müssen Hautbereich und Organ nicht unbedingt im selben Segment bzw. Dermatom liegen. Mit der Neuraltherapie können daher die sogenannten Störfelder gut behandelt werden. Störfelder sind pathologisch vorgeschädigte Gewebeareale, wie zum Beispiel eine Narbe, tote Zähne oder chronisch entzündete Regionen in Lymphknoten, Mandeln oder anderen Weichteilgeweben.




Orthomolekulare Therapie (OM)


Orthomolekularmedizin dient der Erhaltung einer guten Gesundheit und der Krankheitsbehandlung durch Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die darin normalerweise vorkommen und für unsere Gesundheit erforderlich sind.
Diese präzise Formulierung wurde von Linus Pauling 1968, bislang der einzige Wissenschaftler, der zwei Nobelpreise erhielt , geprägt.

Mittlerweile existieren eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen und Veröffentlichungen, die den Nutzen der OM beweisen, auch wenn längst noch nicht alles untersucht wurde und Vieles noch angezweifelt wird.
Das beste Beispiel ist die Supplementierung mit Vitamin D, da in unseren Breitengraden ein enorm hoher Prozentsatz der Menschen unter einem Vitamin D Mangel leiden, was zu diversen Problemen wie Knochenabbau, Infektionen, Müdigkeit, vermehrtem Haarausfall, etc. führen kann.

Auch bezüglich der Osteoporose ist die OM ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Die über Jahre durchgeführte reine Substitution von Vitamin D und Calcium funktionierte oft nicht, da wichtige andere Parameter wie Vitamin K1 und K2, Magnesium, etc. fehlten. Nur eine optimale Versorgung dieser speziellen Vitamine und Mineralien kann dann auch zu einem guten Knochenaufbau führen.




Rasterstereographie mit dem ABW-BodyMapper 4D


Dies ist die lichtoptische Vermessung und Analyse der Oberfläche des Rückens, der unteren Extremitäten oder des gesamten Körpers. Es liefert eine dreidimensionale Rekonstruktion der Wirbelsäule, der Rückenoberfläche und daraus resultierende Haltungsdiagramme des Wirbelsäulenverlaufs sowie Informationen über die Stellung des Rückens.

Typische Einsatzfelder sind Skoliosen (ohne Röntgenstrahlenbelastungen) , Fehlhaltungen, Beinachsen-Asymmetrien, Beckenschiefstände oder -torsionen sowie Screening- Untersuchungen von Kindern und Jugendlichen. Als neues Modul können jetzt auch Veränderungen bei Craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) vermessen werden.




Stoßwellentherapie


Schmerzen in der Muskulatur oder an den Sehnenansätzen schränken nicht nur die Beweglichkeit ein, sondern sind eindeutig ein Verlust der Lebensqualität. Hier bietet die radiale Stoßwellentherapie einen hochwirksamen Lösungsansatz. Stoßwellen sind besonders kurze Schallimpulse von sehr hoher Energie. Sie werden bereits seit den 80-er Jahren erfolgreich zur Zertrümmerung von Nieren- und Gallensteinen eingesetzt, zunehmend aber auch bei etlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie z.B. der Kalkschulter, der Tendinopathie der Patellarsehne, der Achillodynie, des Fersensporns, etc.
Die Therapieeinheiten dauern in der Regel ca. 5 – 10 Minuten und sollten im wöchentlichen Abstand erfolgen. Bei den meisten Indikationsstellungen reichen 3 – 5 Behandlungen.




Therapiewochen


Wir können ambulante Therapiewochen von 1 – 3 Wochen durchführen. Je nach vorliegenden Befunden/Analysen wird dann der genaue Therapieplan erstellt. Die ärztlichen Leistungen sind dabei generell nur durch Privatkassen erstattungsfähig, die Krankengymnastik, Massage und Krankengymnastik am Gerät werden auch durch gesetzliche Krankenkassen erstattet. Bitte bringen Sie in diesen Fällen Rezepte von Ihrem behandelnden Arzt mit. Die Behandlungswochen ermöglichen uns ein viel genauere und differenziertere Behandlung und das exaktere Eingehen auf die Probleme der Patienten. Hier ist auch ein schnellerer Therapiefortschritt zu verzeichnen. Speziell bei der Behandlung von craniomandibulären Dysfunktionen, wo auch die Zusammenarbeit mit Zahnärzten und Kieferorthopäden gefragt ist, sind diese Therapiewochen äußerst effizient.




Osteopathie


Im Jahr 1874 stellte Andrew Taylor Still (1828-1917) seine Philosophie und Praxis der Osteopathie erstmals vor. Seine Enttäuschung über die damals praktizierte Medizin führte zur Formulierung eines neuen medizinischen Konzeptes, das er Osteopathische Medizin nannte.

Still hatte im Rahmen seiner Philosophie im wesentlichen folgende Grundkonzepte:
1. Die Einheit des Körpers 2. Die heilende Kraft der Natur, wobei die Rolle des Arztes sei, diese Fähigkeit zu unterstützen 3. Er hielt das muskuloskelettale System für einen integralen Teil des Körpers, über dessen Behandlung die Gesundheit des gesamten Körpers beeinflussbar wäre. 4. Die Beziehung von Struktur und Funktion, wobei er der Überzeugung war, dass die Struktur die Funktion und die Funktion ihrerseits die Struktur beeinflußt. 5. Die Anwendung der Manipulationstherapie

Mit Stills zunehmendem klinischen Erfolg und wachsender nationaler sowie auch internationaler Berühmtheit kamen sehr viele Hospitanten zu ihm, um die neue Wissenschaft der Osteopathie zu erlernen.
Dies führte 1892 zur Gründung des ersten College für osteopathische Medizin in Kirksville (Missouri). Im Jahr 1995 gab es bereits 17 solcher Colleges in den Vereinigten Staaten, die über 2000 Studenten pro Jahr ausbilden. Rechtlicher Hinweis:
 Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrung in der hier vorgestellten Therapierichtung osteopathischer Medizin.
Aus der Bekanntmachung der Bundesärztekammer „wissenschaftliche Bewertung osteopathischer Verfahren“ (Deutsches Ärzteblatt 2009, S. 2325 ff) geht hervor, dass manuelle Therapien wie die Chiropraktik und Osteopathie allgemein – ohne besondere Bezugnahme auf bestimmte Anwendungsgebiete – keine belegbaren, wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkungen haben. Denn für eine wissenschaftlich gesicherte Erkenntnis verlangt die höchstrichterliche Rechtsprechung Studien unter Heranziehung einer ausreichenden Anzahl von Probanden und die Durchführung von randomisierten Placebo kontrollierten Doppelblindstudien mit einer adäquaten statistischen Auswertung (vergleiche OLG Düsseldorf fharmR 2010/353ff).
Auch wenn eine Fülle von Studien im Bereich der manualtherapeutischen Medizin, zu der auch die Osteopathie gehört, bislang erfolgt sind, ist es extrem schwierig randomisierte Doppelblindstudien im Bereich der manuellen Therapie durchzuführen, da bereits mit der Handanlage am Patienten Veränderungen der Strukturen geschehen können.
Für den Bereich der Wirbelsäule, z.B. beim chronischen Schmerz-Syndrom der Wirbelsäule geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, S. 2325 ff.). Im Übrigen gibt es bislang keine Studien, die in wissenschaftlicher Hinsicht mit randomisierten Placebo kontrollierten Doppelblindstudien die Wirkungsweisen der osteopathischen bei den genannten Krankheitsbildern nachweisen.
In der Ausgabe 1/2010 der Zeitschrift „Osteopathische Medizin“ des Elsevier Verlages (S. 10-21) ist eine Veröffentlichung der Empfehlung des wissenschaftlichen Beirates für die BÄK bzgl. der Osteopathie abgedruckt. Aus dieser Veröffentlichung wird klar deutlich, dass für den Bereich Osteopathie bei restriktiver Suche in der Datenbank Medline (Einschränkung auf Records mit einschlägigen MeSH-Begriffen und ohne Verwendung des Begriffs „effectiveness“) insgesamt 62 als thematisch relevant zu bezeichnende Einträge vorhanden sind, welche also tatsächlich die Wirksamkeit osteopathischer Behandlungsformen thematisieren. Hiervon konnten 16 der Evidenzklasse Ia zugeordnet werden. Zudem erfüllen weitere 16 Artikel die Kriterien der Evidenzklasse Ib. Die restlichen Einträge zählen zu den Kategorien II-IV Level- und Metaanalysen. Verschiedene dieser Studien und Metaanalysen kamen zum Ergebnis, dass osteopathische Behandlungen bei einer Reihe unterschiedlicher Gesundheitsstörungen/Erkrankungen wirksam sein können.
Für viele operative Verfahren wie auch Behandlungsverfahren innerhalb der einzelnen Disziplinen wie Orthopädie, Innere Medizin, etc. fehlen sogar diese wissenschaftlichen Nachweise der Güteklasse A.

Inhalte der Osteopathie
Die Säulen der osteopathischen Behandlungsformen sind die Muskelenergietechnik, die Myofasciale Releasetechnik, die Craniosakrale Technik, bestimmte Lagerungstechniken (strain counterstrain), die Viscerale Technik usw.
Es sind alles risikoarme und nebenwirkungsfreie Techniken, Zwischenfälle sind bislang nicht bekannt geworden.
Zu den osteopathischen Techniken im Einzelnen:
Muskelenergietechnik 
Durch diese neue Technik werden therapierbar: funktionsgestörte Wirbelsäulen und Extremitätengelenke mit Auswirkung auf die Gelenkmechanik, mit Auswirkung auf die inneren Organe, sowie mit Auswirkung auf das periphere und zentrale Vegetativum, welche nicht oder nicht allein durch eine der üblichen manipulativen, chirotherapeutischen Impulstechniken therapiert werden können.
Verkürzte Bindegewebsstrukturen und Muskelanteile können Schritt für Schritt gelöst werden und gleichzeitig können dystonische Muskeln durch diese reflextherapeutische Maßnahme, die über das sympathische Nervensystem regulativ eingreift, gelockert und in eine Muskelbalance gebracht werden.
Dabei ist die exakte Einhaltung der Anspannungs- und Entspannungszyklen im Zusammenhang mit In- und Expiration sowie Fascilitierung durch Blickwendung in eine durch die Funktionsstörung vorgegebene Richtung aus einer speziellen Einstellung des Rumpfes, der Wirbelsäule und der Extremitäten notwendig.
Craniosakrale Therapie
 Die Craniosakrale Therapie wurde 1940 durch Sutherland entwickelt, der die Prinzipien der Chirotherapie auf die Schädelknochen ausweitete. Er konnte zeigen, dass die Schädelknochen und das Sacrum eine eigene Bewegung haben, die miteinander gekoppelt sind. Die Ziele der CS liegen in der Beseitigung von Störungen in der Spannung der Hirnhäute (Meningen) und in der Verbesserung des craniosakralen rhythmischen Impulses, wodurch sich eine Vielzahl von organischen Störungen beheben lassen, angefangen von Kopfschmerzen bis hin zu Lumbalgien.
Viszerale Technik 
Bei der Viszeralen Technik handelt es sich um eine Behandlung der Ligamente und Strukturen, welche als Aufhängung bzw. Umhüllung von Eingeweiden und inneren Organen dienen. Dabei ist zu beachten, dass diese Strukturen nach neuesten Erkenntnissen kontraktile Elemente beinhalten, sich also entspannen oder verkürzen können und sehr viele netzartig verzweigte, markarme Nervenendigungen, vor allem des vegetativen Nervensystems enthalten, die als Afferenzen der vegetativen Steuerung dienen.
Es hat sich gezeigt, dass eine Behandlung dieser Strukturen vor allem bei schon lange chronisch verlaufenden funktionellen Störungen und nach Traumata sinnvoll ist, die mit verbleibender Dysfunktion, d.h. nur unvollständig, abheilen.
Strain Counterstrain oder Entspannung durch Positionieren
 Die Technik wurde von Lawrence Jones entwickelt. Primär gilt es, schmerzhafte Punkte (sogenanntetender-points) zu lokalisieren und über eine gewisse Zeitspanne zu palpieren. In einem zweiten Schritt wird eine Körperposition eingestellt, die für den Patienten am wenigsten schmerzhaft und möglichst bequem ist. Wurde ein Tender-Point lokalisiert, dann wird der Patient über eine Körperposition so eingestellt, dass er kaum noch Beschwerden hat.
Diese Position wird nun 90 Sekunden gehalten. Anschließend erfolgt das langsame Rückführen in die normale Körperposition und die Nachuntersuchung. Diese Tenderpoints sind nicht zu verwechseln mit Triggerpunkten, die eine andere Lokalisation und auch Behandlungsform erfahren müssen.
Myofasziale Releasetechnik
 Die Myofasziale Releasetechnik ist eine Kombination aus Weichteiltechniken, Muskel-Energietechnik und funktioneller indirekter Technik, welche auf die Faszienbehandlung zielt. Die Bedeutung der Faszien als Struktur wurde von vielen Untersuchern mittlerweile erkannt und in teils eigene therapeutische Ansätze umgearbeitet.
Eine Stimulation der Mechanorezeptoren in den Faszien führt zu biomechanischen Veränderungen in den Weichteilen und zu einer Modifikation der neuralen Reflexmechanismen. Die restriktive Barriere kann direkt durch Dehnung des Gewebes angegangen werden. Um die Myofasziale Releasetechnik adäquat anwenden zu können, sind exakte Kenntnisse über Aufbau und Funktion der Faszien erforderlich. Die Faszien des Körpers bilden eine kontinuierliche Verbindung innerhalb bestimmter Körperregionen und des gesamten menschlichen Körpers und verbinden somit sämtliche Organe des Menschen.
Die Elastizität der Faszien ist dabei verantwortlich für die Formkonstanz der verschiedenen Körperkomponenten. Nach Verletzungen akuter Art oder auch durch chronische repetitive Microtraumen können Faszien mit einer Strukturveränderung reagieren, so dass dies zu biomechanischen Veränderungen im gesamten Körper führen kann. Durch die myofaszialen Releasetechniken werden dabei diese strukturellen Veränderungen wieder gelöst. Chronische Schmerzzustände, vor allem auch der sog.postoperative Schmerz gehören sicherlich in die Domäne dieser Behandlung.




Powerspine by Dr. Alfen


Eine zu schwach ausgebildete autochthone Rückenmuskulatur (die tiefen stabilisierenden Muskeln an der Wirbelsäule) ist die häufigste Ursache von akuten und vor allem chronischen Rücken- (Lumbalgien) und Nackenschmerzen. Diverse Ursachen führen zu einer Atrophie und Verfettung diese Muskeln, was nur durch diese speziellen Geräte von Dr. Alfen wieder beseitigt werden kann.

Jede Therapieeinheit erfolgt in unserer Praxis in Einzelbehandlung auf ärztliche Anweisung durch speziell ausgebildete Therapeuten.





UNSER MEDCENTER OBERWIEHRE

Das Zentrum für ganzheitliche
Orthopädie und Physiotherapie in Freiburg.

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